Nova Scotia Duck Tolling Retriever Weegobee`s Toller Dewberry`s Dual DRC - Deutscher Retriever Club
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Hundesport

Wie laste ich meinen Toller richtig aus?

Es gibt viele Möglichkeiten einen Toller, oder allgemein einen arbeitsfreudigen Hund, auszulasten. Im Folgenden werde ich versuchen, es so gut es geht zu verdeutlichen.

Dummytraining

Dummys symbolisieren geschossenes Wild. Ein "Standard-Dummy" wiegt 500g und ist im Aussehen sehr variabel!

Es gibt grüne Dummys,  blaue Dummys...


(beide Bilder: Dewberry´s Dual Bazooka Paytan)

oder auch pinke Dummys .... und orangene Dummys!


(beide Bilder wieder Bazooka)

Dummys mit Kaninchenfell und kleinere Dummys (Pocket-Dummys)


(links: Bazooka, rechts: Tollca´s Hectori)

Und Dummys, die Enten etc. darstellen sollen (dead-fowl Dummys).


(Bazooka)

Auch gibt´s Dummys, die mehr wiegen als 500g. Diese sollen z.B. Kaninchen vom Gewicht her darstellen.

Beim Dummytraining imitiert man eine Jagd, d.h. die Dummys werden geworfen und ausgelegt und die Hunde müssen diese dann wieder zurück bringen. Das richtige Apportieren steht dort im Vordergrund  und kein "sinnloses Ballspielen". Die Hunde müssen sich Fallstellen merken, kleine Waldstückchen mit der Nase nach Dummys absuchen und sind mit dem Kopf dabei. Steadyness und Ruhe sind gefragt!

Es gibt nur wenige Toller, die daran keinen Spaß haben, viele Toller sind sogar "übermotiviert". Dies äußert sich durch Unruhe und ist nicht "eben mal schnell" wieder weg zu trainieren. Die Ausbildung beim Dummy erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl.
Das Gerücht, dass Toller laut sind hat einen wahren Kern, allerdings muss man immer das Gesamtbild  betrachten: Es ist bislang noch eine sehr kleine Rasse, nicht jeder Tollerbesitzer lastet seinen Hund artgerecht aus, zeigt ihn dann auch noch auf Prüfungen und meist sind auch "falsche Trainingsmethoden" Schuld.
Wer schnell auf Workingtests erfolgreich sein  möchte, sollte sich, unserer Meinung nach, lieber einen FT-Labbi oder FT-Golden holen. (Wobei wir auch hier viele "Quietscher" kennen.... Eine Garantie hat man nicht und es ist auch sehr stark trainingsabhängig!)

Auch unsere Toller hat großen Spaß am Apportieren, einige von Bazookas Nachzuchten haben auch schon Jagdliche Prüfungen bzw. Dummy Prüfungen. Den/Die Eine/n sieht man auch hin und wieder auf Workingtests. Vielen Dank an dieser Stelle unseren fleißigen Welpenkäufern!


(Weegobee's Atari)

Für uns ist es eine sehr artgerechte Auslastungsmöglichkeit, da man es auch im Urlaub machen kann, oder von "unterwegs aus", wobei wir/ich selbst wenig Prüfungsambitionen haben.

Wer sich intensiver mit dem Dummytraining auseinandersetzen möchte, hier unsere Buchempfehlungen:

Anke Bogaerts, Buch und DVD, Die Drei Charaktere
Tineke Antonisse-Zijda, Buch, Die Drei Apporte
Die Kosmos-Retrieverschule, Grunderziehung und Dummytraining
Dummyarbeit mit Retriever, Grundkurs

Agility

Agility ist ein Sport für Hund und Mensch. Hierbei geht es um Geschwindigkeit, Koordination, sauberen Aufbau von Geräten und, unter Turnierbedingungen, auch etwas Glück.


(Dewberry´s Dual Bazooka Paytan)

Die Hunde werden im Parcours ohne Leckerlie und Leine geführt, somit sollte die Grundkommandos schon vor dem Agilitytraining "sitzen". Diese Sportart ist für fast alle Hunde geeignet, man braucht lediglich einen Parcour. Der Parcour besteht meistens aus Hürden, Tunnel, Wippe, einem Überlauf und einer A-Wand.

Die Anfänge kann man schon mit jungen Hunden machen, da auch die Koordination und Motorik geschult wird. Allerdings sollten Sprünge, Slalom und ständiges A-Wand hoch und runter laufen solange vermieden werden, bis das Wachstum abgeschlossen ist.

Trainieren kann man auf vielen Hundeplätzen, in Hundeschulen und Vereinen. Für mich wäre es wichtig, dass der Trainer selbst einen Hund im Agility führt (vorher mal angucken!), dies gilt aber fast für jeden Hundesport!

Um auf Turnieren zu laufen benötigt man eine Begleithundeprüfung vom VDH. Sowohl Bazooka als auch ihr Bruder Louis und ihr Halbbruder Akéo sind beim Agility sehr motiviert (wobei die Männer wohl doch noch etwas mehr) und laufen/liefen auf diversen Turnieren.
Auch Atari läuft gern einen Parcours, leider habe ich den Spaß etwas an dem Sport verloren. Derzeit laufen wir keine Turniere.

Obedience

Jetzt kommen wir in die Kategorien, wo ich selbst nicht mehr so den Plan habe, da wir es nicht selbst betreiben. Demnach gibt es hierfür sicher bessere Ansprechpartner! Bijyoti, Bazookas Schwester, betreibt diese Sportart, genauso wie Kaayu aus unserem B-Wurf. Auf Bijyotis HP sind ein paar Trainingsideen zu finden.


(beide Fotos: Weegobee's Barbelicious Kaayu)

Mantrailing

Hier wird einem Hund beigbracht, Gerüche von Menschen unabhängig vom Gelände zu folgen und somit "verschwundene" Menschen zu finden. Für mehr Informationen bin ich leider auch wieder die falsche Anlaufstelle, da ich lediglich mal ein Seminar mitgemacht habe.

Flyball und Discdogging

Davon halte ich persönlich nicht viel. Ziel hierbei ist es einen Hund auf ein Spielzeug (Ball oder Disc) zu konditionieren und diese Dinge zu holen/schnappen. Entweder auf Zeit, oder mit coolen Zwischenelementen (Tricks).

Da ich diesen Sport nicht wirklich gut für die Gelenke finde, betreiben wir ihn nicht und empfehlen ihn auch nicht.


Es gibt viele Arten einen Hund auszulasten. Jeder muss den Sport finden, den er für sich und seinen Hund am geeignetsten hält.


Nur ein arbeitender Hund ist ein glücklicher Hund ;)